Zeigt her eure Latten!

Wir alle kennen’s: Man sitzt sonntagsnachmittags im Café, blättert konzentriert in der Bravo und schiebt sich gerade das vierte Stück Sahnetorte dem fortschreitenden Brechreiz entgegen zwischen die Kauleisten, als die Hausfrauengruppe am Nachbarstisch in ohrenbetäubendes Gekreische verfällt. Schon hat man das Handy gezückt, um die örtliche Polizei von der Maid in Nöten in Kenntnis zu setzen, da fällt es einem wie Schuppen von den Krähenfüßen: Die schreien nicht um Hilfe, die Hühner lachen bloß! Es handelt sich auch nicht um einen Notfall. Da hat bloß irgendeine Babsi, Anette oder Ulla „’Ne große Latte“ bestellt.

Wer jetzt die intellektuellen Augen zu strafendem Weiß verdreht, weil Hausfrauengroßgruppen nerven, nicht nur auf Bahnfahrten, und deren Humor einfach nicht zündet, bevor man den zwölften Hugo hinter der Binde hat, dem sei gesagt: Wir alle haben ein kleines Fünkchen Hausfrau in uns. Ich wollte es auch nicht glauben, schreibe diese Zeilen aber mit genau dieser Gewissheit. Seitdem Dave mir gestern nämlich aufgetragen hat, einen Blogbeitrag zu verfassen, in dem ich doch bitte um „Lattenrostspenden“ bitten soll, steht die Flachwitzmühle in meinem Kopf nicht mehr still. Glaubt mir also, wenn ich sage, dass selten ein Blogbeitrag unter so viel Anstrengung, so viel Wille zum Zusammenreißen entstanden ist wie dieser. Aber was soll’s, es ist ja schließlich wichtig: Auch wenn die Sparwitze auf meiner Zungenspitze Macarena tanzen, hier nun also die harten Lattenfakten (hihi):

Für unser nächstes Projekt „Ein Sommernachtstraum“, das im Juli im Apollo auf die Bühne gehen wird, brauchen wir nicht nur SchauspielerInnen und HelferInnen, sondern auch Baumaterialien. In Kooperation mit dem Fablab und dem HaSi sollen mindestens zwei Dome gebaut werden, die im Apollo dann als geschlossene Kugel Teil des Bühnenbilds werden. So ein Dom sieht so aus:

Dom

Gebaut werden soll das Ganze aus Latten (konzentrier dich, Pierre!). Aber nicht aus irgendwelchen Latten (reiß dich zusammen!), sondern aus denen, auf denen man nachts so bequem sitzt und liegt (…). Konkret: Wir brauchen Lattenroste! Lattenröster! Lattenrosse! (wie zur Latte lautet eigentlich der Plural?)

Wenn ihr solche zu Hause rumfahren habt und nicht wisst, wohin damit, erweist ihr uns einen XXL-Dienst, wenn ihr uns das Material zur Verfügung stellen würdet. Benötigt werden ca. 30 davon, also wühlt auf dem Dachboden, ruft eure Oma an und vor allem: Teilt den Beitrag!

Kontakt, Koordination und Abholung der Lattenrösser übernimmt Tristan Stefan aus dem HaSi: Mailadresse: tristan@siegen.so


27.03.2018 by Pierre Stoltenfeldtgoogl adwords

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