Wer Wind sät… #7

 

So langsam heißt’s gut festhalten, denn es wird haarig. Nicht mehr so viele Darsteller gilt es vorzustellen und da kommen wir heute zum persönlichen tollMut-Messias und Hobby-Rapunzel Ajas Isajev. Diese Gelegenheit gilt es am Schopfe zu packen, denn um ein Haar wäre Ajas gar nicht erst zum Casting für „Haus Herzenstod“ gegangen, hat es sich aber, zum Glück aller Beteiligten, dann doch anders überlegt. Haarscharf war das ganze also, aber nun lässt er auf der Bühne seinen kriminellen Energien freien Lauf und spielt die Rolle, die bloß „Der Einbrecher“ heißt. Dass Ajas aber auch nur einer Fliege was zu Leide tun könnte, ist an den Haaren herbeigezogen. Der hat nämlich ungefähr so viele Haare auf den Zähnen wie Darstellerkollege Pierre auf dem Kopf und die Zahl tendiert nicht nur gegen null – die ist da schon längst. Konträr dazu steht die Haarmenge auf Ajas‘ schillerndem Haupt. Dem Wogen des Ozeans gleich, von einer lauen Brise touchiert, schmiegen sich seine Engelslocken um die Schultern, dass einen beim Anblick Glückseligkeit erfüllt. Haarsträubend erscheint es da, dass Ajas meist zum Haargummi greift und seine samtene Pracht einsperrt.

Ajas Isajev

 

Selbstverständlich sind wir trotzdem froh, dass Ajas seit Anfang 2017 bei tollMut mitmacht und schon beim letzten Stück „DNA“ mit Haut und Haaren dabei war. Denn gerne um sich hat den Musikliebhaber bei tollMut jeder. Wenn er nicht gerade Mariah Carey vor sich hin singt und dazu lässig seine Hüften kreisen lässt, bringt er seine Mitmenschen oft zum Lachen. Aber hier gilt es haargenau aufzupassen: Teilweise blitzschnell wechselt Ajas vom Deutschen ins Englische und wieder zurück. Eine Sprache reicht Ajas bei weitem nicht, stattdessen spricht er neben Englisch und Deutsch auch noch Russisch und Aserbaidschanisch. Bestimmt kann er noch mehr, es ist zum Haareraufen. Viel Interpretation lassen zudem nicht nur seine Rolle, wie er selber sagt, sondern auch seine sonstigen Aussagen. Zum Beispiel scheint er der Meinung zu sein, Trump stehe in engen familiären Bänden zu sowohl dem bärenreitenden Ölautokraten als auch der Illuminatin Merkel. Alles Haarspalterei.

Das einzige Haar in der Suppe ist nun bloß, dass wir noch volle drei Tage auf die Premiere und Ajas als Einbrecher warten müssen.

 

Anmerkung des Autors: Bei diesem Text wurde kein Haar gekrümmt.

 


15.01.2018 by Jan Mohr

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