This is the voice

Über’s vergangene Wochenende wird derzeit ja viel und gerne diskutiert, liebe Freunde der Politik, da springen wir auf, da sind wir dabei! Um aber zur Abwechslung auch mal was Positives über den Wahlsonntag (und den Samstag davor) in den Diskurs einzupflegen: Bei uns wurde gesungen! Im Gesangsworkshop! Und das war gar herzzereißend schön, behaupten jedenfalls die Teilnehmer, die Schlüter-Stamms Stimmschule eine Durchschnitts-1,3 auf ihren in Schönschrift ausgefüllten Feedbackbögen erteilt haben. 1,3 für’s Musizieren klingt doch schon viel besser als 13 % für die…ich schweife schon wieder ab.
Unser niegelnagelneuer rasender Blogreporter Lukas Müller (im Mikrokosmos der neuen Medien besser bekannt als „Schmendrick der Zauberer“ oder so ähnlich, irgendwas mit Schnaps war da auch noch) war live dabei, hat live mitgezwitschert und in Windeseile – sonst wäre er ja kein rasender Reporter, nicht wahr – ein Feedback zusammengetextet, das runtergeht wie die deutsche Übersetzung von Eminem-Lyrics aus der Bravo. Leset hier:

„Singen kann jeder“
– „Neee, ich aber nicht“

Doch doch! Mit nur etwas Mut, Gehör und Übung ist das laut Sarah Schlüter-Stamm tatsächlich drin. Übung….hatten unter den Teilnehmern die Wenigsten – höchstens mal ’nen frechen Radiohit unter der Dusche geträllert. Doch nach einigen Lockerungsübungen und überraschend sportlichen Einlagen waren Körper und Geist geschmeidig wie ein Mozarella in der Mittagssonne und bereit, die Stimme zu formen. Mozzarella passt sehr gut zu Tomaten und davon gab es reichlich bei der ersten Stimmübung, im Rahmen derer ein Salat aus solchen lautstark und genauestens artikuliert besungen wurde (nebst Uhus, Glühwürmern und anderem Getier). Die Lernkurve war steiler als der Berg, an dessen Fuße sich der Frei:Raum, und damit der Austragungsort dieser Sangesschlacht, befand, und noch bevor man sich versah, sang man flockig im Kanon oder betrieb Sequenzanalyse.
Alsbald man sich erst einmal überwunden hatte, entwickelten sich die bei der Vorstellungsrunde noch leicht nervösen Teilnehmer flux zu (immer noch leicht nervösen) Solokünstlern, die ihre Einzelstücke dem entzückten Publikum präsentierten, während Sarah die Performer mit Schubsern und Drückern (selbstverständlich für den höheren Zweck) bearbeitete und damit letzte Blockaden oder Haltungsfehler wegbügelte, sodass die Stimmen sich voll entfalten könnten. Wie kleine, hübsche…ääääh…Schallschmetterlinge.

Trainerin Sarah drückt die richtigen Knöpfe: Ajas digitiert zu A-Jazz.

Das Finale der lehr- sowie spaßreichen Zeit bildete ein Chorstück, welches im Dreiklang von den Teilnehmern überraschend professionell gesungen wurde, besonders in Betracht der Lage, dass derselbe Haufen vor einigen Stunden noch keine Terz von einer Quinte unterscheiden konnte (können sie vermutlich auch jetzt nicht, aber es klang trotzdem sehr gut).
Wer also mal seine Stimme aus der Dusche holen möchte findet in diesem Workshop den wohl perfekten Einstieg und mit Sarah eine famose Anleiterin. Nur Mut (und davon braucht es garnicht mal viel)…wenn man erst einmal drin ist zieht einen der Gesangsstrudel molochartig ein…nur deutlich angenehmer!


27.09.2017 by Pierre Stoltenfeldt und Lukas Müller

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