Heart is beating like a Jungle Drum

Buruburobummbummbumm! Na, Ohrwurm aufgeschnappt? Nichts zu danken.
Passt aber auch einfach zu gut als Soundtrack zur aktuellen tollMut-Stimmung, der Song, denn hier macht sich Aufregung breit, die man sonst nur aus Warteräumen beim Kieferorthopäden kennt.
Grund für die wummernden Herzen sind bei uns – kleinen kreisenden Bewegungen zum Dank – aber nicht Karius und Baktus, sondern der frische Wind, der 2017 durch unsere Reihen weht. Zum ersten Mal in der langen Geschichte des tollMut-Theaters hat Gründer und Regie-Gottkaiser David Penndorf nämlich die kreative Leitung für einige Projekte aus der Hand gegeben und sein güldenes Regiezepter vertrauensvoll an eine Reihe Auserwählter weitergereicht. Ehre sei ihm, möge man das Vertrauen eurer Majestät mit Qualität entlohnen!
Zuerst bekam es Tim Lechthaler zu fassen, das Zepter, der hauptverantwortlich die szenische Lesung „Nicht öffentlich“ betreute. Die Collage von Originalszenen aus dem NSA-Untersuchungsausschuss hatte bei ihrer Premiere am vergangenen Donnerstag für reichlich brisanten Diskussionsstoff geführt und wird hoffentlich bald noch einmal zu hören und sehen sein.
Das prächtige Zepter wanderte inzwischen aber schon weiter, schließlich scharrten schon Sarah Schlüter-Stamm und Pierre Stoltenfeldt mit den Füßen, die nun gemeinsam mit dem Teil herumwedeln dürfen. Wiegt ja auch ordentlich, so ein Klunker, den kriegste alleine kaum gehoben. Jedenfalls führen die beiden frisch gebackenen Regisseure mit ihrem Ensemble und Team Mitte Juli „DNA“ des Briten Dennis Kelly auf. Darin geht es, flott auf’s Wesentlichste runtergebrochen, um eine Teenagerclique, die versehentlich einen Mitschüler umbringt – huppsi! – und das Ganze zu vertuschen versucht. Zugegeben, klingt erstmal wie eine Folge von „Mitten im Leben“, hat dann aber doch einen Hauch mehr Tiefgang als das RTL-Nachmittagsprogramm, Indianerehrenwort!

DNA Probe

Mit dem frischen Wind sind natürlich auch ein paar neue Gesichter reingeweht worden, es mussten bei „DNA“ schließlich ganze elf Rollen besetzt worden. Der Knaller: Das Ensemble besteht – neben dem Wechsel an der Regiefront eine zweite Premiere bei tollMut, vielleicht sogar in der Geschichte des Amateurtheaters insgesamt – diesmal überwiegend aus Kerlen: 7 (in Worten: Sieben) Boys wurden da rangekarrt! Schnallt euch an, liebe Damen, liebe Schwule, liebe Bisexuellen und Bi-Neugierigen, eure Stunde hat geschlagen; Da stehen mehr Sahneschnitten auf der Bühne als eure Oma bei ihrem Neunzigsten auf den Esszimmertisch gepackt hat! Könnt ihr die Tickets für die Chippendales getrost zurückschicken und den Junggesellinnenabschied bei uns feiern, ihr Hühner, ist ja sowieso günstiger! Die Boys und Girls, die an dieser Stelle natürlich auch nicht vergessen werden sollen, stellen wir euch die Tage mal genauer vor, hier im Blog. Erstmal muss sich der Herzschlag wieder auf ein normales Pensum absenken.
Gesund ist das dauerhaft ja nicht, buruburobummbummbumm!


02.05.2017 by Pierre Stoltenfeldt

 

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