Wer solche Freunde hat #1

Lieber Himmel, jetzt hätten wir ja fast den guten Blog vor lauter Proberei vergessen! So geht’s nicht, liebe Freunde, da zürnt ihr zurecht, wenn wir unsere zigtausend Abonnenten ganz ungeduldig mit den Füßen scharren lassen!
Also, wie sieht’s aus, irgendjemand Lust auf eine Vorstellungsrunde? Jedermann liebt Vorstellungsrunden, ist doch so! Gibt ja schließlich ein neues Ensemble zu beschnuppern, bevor es dann in wenigen Wochen auf die Bühne geht! Na, nicht doch, liebe Leser, wer wird denn da gleich die Flucht ergreifen, nur keine Sorge! Ihr müsst jetzt nicht gleich eurer kleinen Schwester die Strickliesl aus der Hand reißen, damit wir hier ein Wollknäul hin- und herwerfen können und pfiffige Alliterationen zu unseren Vornamen („der listige Ludwig“, „die kecke Kunigunde“) ersinnen können. Den Job übernehmen wir und stellen euch das Ensemble der Reihe nach vor, ganz ohne Gegenleistung. Und den Anfang macht, weil A im Alphabet ganz vorne steht, der affentittengeile Ajas!

Ganz ehrlich, wenn’s mit der Regie- oder Bloggerkarriere nix wird, werde ich Casting-Chef beim Fernsehen. Den Ajas habe ich nämlich entdeckt, ich allein, kein Witz! Entdeckt an einem Ort, an dem es eigentlich gar nichts zu entdecken gibt außer einer ziemlich absurden Menge Taubenkacke: In Au an der Sieg! Am Bahnhof! Weil der RE 9 mal wieder nicht bis nach Köln weiterfahren wollte, kaputtes Getriebe oder keine Lust mehr, was weiß denn ich, stand ich mir dort mehrere Tage lang (gut, es waren vielleicht anderthalb Stunden) die Beine in den Bauch. Als herabregnendes Taubenexkrement mich einmal mehr zum Ausweichen zwang, fiel mein findiger Blick auf den twerkenden Jüngling mit der Frisur des Messias und der Stimmgewalt Mariah Careys am selben Gleis und ich witterte: Den, Stoltenfeldt, bringst du ganz groß raus! Okay, zugegeben, eigentlich sprach der Knabe mich an, weil ich einen tollMut-Rucksack getragen habe und mit vor Hysterie heiserer Stimme Werbung für unsere Workshops in die wartende Menge krakehlte (für den er übrigens längst angemeldet war), aber meine Version verkauft sich eben besser, wenn ich dann beim Gottschalk auf der Couch sitze! Ist ja auch egal, geht hier ja um den Ajas, und der entpuppte sich als echter Glücksgriff: Spricht mindestens 52 Sprachen fließend und rückwärts, digitiert mit seinen selbstgeschriebenen Gitarrensongs in 0,03 Sekunden zum One-Man-Lagerfeuergelage (ohja, die Damen, oh-ja!) und würde selbst dem Weasley beim Zaubererschach mit links den Hintern versohlen. Kein Wunder, dass sein Nachname übersetzt „Jesusmann“ heißt, nicht nur wegen der Frise. Kann man echt gebrauchen, dieses Tausendsassa, und darum machen wir uns auch überhaupt nichts vor: Die Talente des Kerls aufzuzählen, das ist ja eine Sisyphusarbeit, da wird der Blogeintrag ja nie fertig, wir entdecken nämlich selbst stündlich zwei neue an ihm! Können wir uns echt glücklich schätzen, den Boy gecasht zu haben, und ihr könnt euch glücklich schätzen, ihn nächsten Monat in „dna“ nicht Schach, sondern schauspielen zu sehen. Vielleicht twerkt er dann auch, mal gucken.

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06.06.2017 by Pierre Stoltenfeldt

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