Casting o’Clock

It’s the most wonderful time of the year! Nein, nicht Weihnachten, ihr Frösche, guckt doch mal in euren Kalender! Die Rede ist natürlich von der tollMut-Casting-Woche! Gestern offerierte das tollMut-Theater die erste Gelegenheit, Frischfleisch nebst gut durchgehangenen Exemplaren dabei zu begutachten, Gedichte zu rezitieren und dabei zu schwitzen wie das Steak (oder, liebe Vegetarier, der Käsetaler, oder, liebe Veganer, der Seitanbratling) in der Pfanne. Eigentlich sollte im Blog ein Live-Ticker über die Geschehnisse entstehen, damit ihr Faulis euch auf dem Sofa fühlen könnt, als wäret ihr mittendrin statt nur dabei, doch sprechen alle Redakteure unseres Blogs selbst vor und hatten viel zu nasse Hände, um die Tasten am Smartphone zu bedienen, ohne einen Wasserschaden zu riskieren.
Was ist also passiert, am Casting-Dienstag? Nun, zuerst einmal gab es viele staunende Augen zu begutachten, weil über 30 Spielwillige zum Vorsprechen erschienen waren. Aus Zeitgründen durfte dann allerdings nur etwa die Hälfte vorsprechen und der Rest muss bis Donnerstag weiter schwitzen und Immodium akut droppen wie Vorschulkinder Smarties. Bevor es für die rund 15 Auserwählten der ersten Runde ans Vorsprechen ging, hielt Dave aber erst einmal eine seiner berühmten Ansprachen, in denen er wenig strukturiert aber mächtig eindrucksvoll seine Vorhaben bezüglich der Inszenierung des „Sommernachtstraums“, die im Juli im Apollo-Theater Premiere feiern wird, zum Besten gab. Bereits hier konnte man das Schauspieltalent der anwesenden Damen und Herren bestaunen, die stets interessiert nickten, wenn Dave bei seinem flammenden Vortrag in ihre Richtung blickte, um dann aber wieder den feuchten Klumpen Papier aus ihrer nassen Handfläche zu pulen und weiter heimlich das, was der verschmierte Kugelschreiber vom Gedicht übrig gelassen hatte, zu studieren.

Es folgte ein kurzes Warm-Up, bei dem zwei Klassiker des Bewegungsspiels aus der tollMut-Mottenkiste gekramt wurden: Nachdem man sich (und, der Enge im frei.Raum geschuldet, auch versehentlich die Nachbarn) kräftig durchgeschüttelt hatte, wurde eine Runde Evolution gespielt, um mit den Lachmuskeln auch die übrige angespannte Muskulatur zu entspannen.
Und dann ging es ans Eingemachte: Freiwillige Pioniere des Einzelvorsprechens waren verblüffend schnell und ohne Druck- oder Drohmittel gefunden (offenbar hatte jemand die Tipps aus dem Blog gelesen) und das eigentliche Casten konnten beginnen. Nachdem das Gedicht einmal – manchmal flüssig, manchmal stockend, sehr oft sehr frei nach dem Original – vorgetragen wurde, verlangte Dave, man solle es wütend, traurig, gleichzeitig wütend und traurig und euphorisch, auf einem Bein stehend, hüpfend oder auf Walisch vortragen. Der Einfallsreichtum des tollMut-Gründers kannte keine Grenzen, fand aber im Improvisationstalent und der Flexibilität der Vortragenden einen würdigen Spielkameraden.

Einzelvorsprechen

Überlebt haben es am Ende alle, und wenn man bei Rauchen der zweihundertsiebenundneunzigsten Nervositäts-Zigarette durch das Schaufenster des frei.Raums in die Gesichter derjenigen blickte, die es schon hinter sich hatten, sah man nichts als Erleichterung und Glück. So soll es sein!
Kurzentschlossene haben übrigens am Donnerstag ab 18 Uhr noch Gelegenheit, ihr Können beim Casting im frei.Raum unter Beweis zu stellen. Da wird dann auch das Stück in der tollMut-Fassung zum ersten Mal gemeinsam gelesen. Erscheinen unbedingt erwünscht!


11.04.2018 by Pierre Stoltenfeldtсковорода с мраморным покрытием как выбрать

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